NOORTRUCK begleitet Torpedo-Sprengung

Torpedo Sprengung Ostsee | Bildquelle: NDR-NordmagazinIn der Ostsee nördlich vor Kühlungsborn ist ein Torpedo aus dem Zweiten Weltkrieg kontrolliert gesprengt worden. Zum Schutz der Meerestiere war die NOORTRUCK mit einem „Blasenschleier“ vor Ort.
Laut Innenministerium war der Torpedo bei einer Routineüberprüfung des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie im Bereich des Seewegs zwischen Lübeck und dem dänischen Gedser aufgefallen. Im Inneren des Torpedos befand sich nach Ministeriumsangaben ein Druckluftkessel, der erfahrungsgemäß auch 72 Jahre nach Kriegsende noch intakt sei. Roste der Gefechtskopf weg, könnte der Kessel aufsteigen und eine Gefahr für Schiffe darstellen.

Um die Umwelt zu schützen, wurden vor der Sprengung so genannte Vergrämungsmaßnahmen durchgeführt. So werden Meeresbewohner aus dem Gebiet vertrieben. Zusätzlich kam der „Big Bubble Curtain“ zum Einsatz. Ein Ring aus Luftblasen wurde um den Torpedo gelegt. Damit wird die Ausbreitung der Schallwellen bei der Detonation gedämpft.
Die NOORTRUCK ist speziell für den Einsatz dieser Technik ausgerüstet. Sie wird vor allem in den vielen Baufeldern der Offshore-Industrie in Nord- und Ostseee eingesetzt. Dort müssen in der Bauphase laut BSH Grenzwerte bei der Schallemission eingehalten werden.